In Memoriam Jerome
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An Aus

Wieso? Weshalb? Warum?

 

Nahrungsmittel, die für Menschen verträglich sind, Ihren Hund jedoch schädigen oder sogar töten könnten

 

Dog Food

 

Wir sind sicher, daß Sie Ihren Hund über alles lieben und ihm nicht ernsthaft schaden wollen, denn für Frauchen und Herrchen gibt es nichts Schlimmeres, als ihren geliebten Vierbeiner leiden zu sehen. Dennoch kann es passieren, daß Sie aus Unwissenheit Ihrem kleinen Monster Nahrungsmittel zukommen lassen, die für Sie als Mensch teilweise völlig unbedenklich sind, Ihren Hund jedoch ernsthaft schädigen und sogar zum Tode führen können. Dabei haben Sie es doch nur gut gemeint und wollten Ihren kleinen Schatz nicht nur an Ihrem Leben teilhaben lassen, sondern wenn schon, denn schon richtig teilen und somit auch die Mahlzeiten. Doch dies könnte ein fataler Fehler sein, denn welche Gefahren für Ihren Hund in den menschlichen Nahrungsmitteln stecken, zeigen wir Ihnen nachstehend auf:

 

 

Alkoholische Speisen und Getränke

 

Alkohol in jeglicher Form, selbst eine geringe Menge, kann den gesamten Organismus eines Hundes ernsthaft schädigen und sogar zum Tode führen. Alkohol ist ein starkes Zellgift, das der Hund im Gegensatz zum Menschen nicht über die Leber abbauen kann, sondern nur über die Lunge (Atmung), was den Abbau- prozeß enorm verlangsamt. Noch problematischer wird es, wenn Ihr Hund eine Schachtel Weinbrandbohnen o. ä. verschnabuliert hat, denn das Theobromin der Schokolade kann zusätzlich zu verstärkten Kreislaufproblemen führen. Der stechende Geruch des Alkohols wird von der Süße der Pralinen überlagert und so von dem Hund kaum wahrgenommen. Die Symptome reichen von vermehrtem Speichelfluß, Würgen und Erbrechen, Schwäche, Torkeln, erhöhter Herzfrequenz bis hin zum Kollaps mit Blutdruckabfall und Untertemperatur, Koma und schließlich Tod. Zeigt der Hund keine starken Auffälligkeiten, sollte er dennoch ständig unter Beobachtung stehen und warmgehalten werden, anderenfalls gehört er umgehend in eine Tierklinik.

 

Hundepfötchen

 

Auberginen

 

Auberginen gehören zu den Nachtschattengewächsen, die verschiedene Steroide und giftige Alkaloide enthalten, wie z. B. Solanin. Solanin führt zu Schleimhaut- reizungen des Magen-Darm-Traktes und kann nach der Resorption die roten Blutkörperchen zerstören (Hämolyse). Zudem ist Solanin hitzebeständig, fett- unlöslich und bei hohen Temperaturen wasserlöslich, so daß es quasi nicht zerfällt und sich somit auch in den Garflüssigkeiten (Kochwasser, etc.) befindet. Auberginen sind deshalb ohne wenn und aber ein absolutes Tabu für Hunde !!!

 

Hundepfötchen

 

Avocado

 

Der Avocadobaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse, seine Früchte sind somit den Beeren zuzuordnen und entgegen der weit verbreiteten Meinung sind sie definitiv kein Gemüse. Wegen ihres hohen Anteils an Vitaminen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren ist die Avocado sehr gesund - doch das gilt nur für uns Menschen !!!  Die Baumrinde, das Blattwerk und die Frucht enthalten das für den Menschen ungefährliche Toxin Persin, welches jedoch für fast alle Haus- tiere giftig ist und das sich bei der Frucht hauptsächlich in der Schale und im Samenkern befindet. Das Fruchtfleisch enthält nur einen geringen Anteil an Persin und kann deshalb in kleinen Mengen bedenkenlos gefüttert werden. Hat sich Ihr Racker in einem unbeobachteten Moment doch einmal ganze Avocados zu Gemüte geführt, sollten Sie ihn gut im Auge behalten, denn Vergiftungserscheinungen treten in der Regel innerhalb von 24 Stunden auf. Allein das Verschlucken des Kernes kann zu einem Darmverschluß führen. Sichere Anzeichen für eine Vergiftung sind Atemnot, erhöhter Puls, Durchfall und Erbrechen, Krämpfe, Husten und Wassereinlagerungen, besonders am Hals und Unterbauch.

 

Doch wir möchten an dieser Stelle auch eine Entwarnung geben: Nein, Ihr Hund muß nicht sterben, nur weil er sich mal über eine ganze Avocado hergemacht hat !!!  Das sind Halbheiten und weit verbreitete Ammenmärchen. Richtig ist, daß das Toxin Persin noch nicht ausreichend erforscht ist, sehr unterschiedlich auf die einzelnen Tierarten wirkt und in der Tat für einige Tierarten sehr gefährlich ist und auch zum Tod führen kann. Unbestritten gehören hierzu Ziervögel, Nage- tiere, Pferde und Schweine. Untersuchungsergebnisse sprechen jedoch dafür, daß das Gift auf Hunde und möglicherweise auch Katzen eher eine schwache Wirkung hat und Ihr Hund Unmengen verzehren müßte, um ernsthafte Probleme zu bekommen.

 

Hundepfötchen

 

Broccoli

 

Broccoli oder auch Brokkoli kann im rohen Zustand verzehrt Blähungen verursachen und auch eine hämolytische Anämie (Blutarmut durch Zerfall der roten Blutkörperchen) auslösen. Doch gekocht ist er für Ihren Liebling sogar sehr gesund, denn der Kohl enthält viele Nährstoffe, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind (Kalium, Natrium, Eisen, Kalzium, Selen, Vitamin C und B sowie Flavone und Sulforaphan). Hat Ihre Fellnase nichts gegen Broccoli, tut ihm hin und wieder eine kleine Portion sehr gut.

 

Hundepfötchen

 

Erdnüsse

 

Grundsätzlich sind Nüsse für die gesunde Hundeernährung unnötig, und da sie mehr Probleme als Vorteile mit sich bringen und einige Nußarten sogar für den Hund giftig sind, sollte man besser gänzlich auf sie verzichten. Botanisch gesehen ist die Erdnuß keine Nuß, sondern eine Hülsenfrucht, die unterirdisch wächst und vermutlich wegen ihrer Härte fälschlicherweise als Nuß bezeichnet wird. Sie ist eher mit den Bohnen verwandt als mit den Nüssen. Erdnüsse sind jedoch weder roh noch erhitzt für Hunde giftig, enthalten aber extrem viel Histamin, das Allergien auslösen kann, und sind obendrein sehr fetthaltig. Einige Tierärzte raten gänzlich davon ab, Erdnüsse an Hunde zu verfüttern, da die Inhaltsstoffe der Erdnuß zudem epileptische Anfälle hervorrufen können. Ist bei Ihrem Hund bereits eine Allergie oder Epilepsie bekannt, darf er auf keinen Fall Erdnüsse bekommen. Hat er heimlich welche stibitzt, gehört er umgehend in tierärztliche Hände und ist als Notfall zu betrachten. Allergische Hunde reagieren nicht anders als der Mensch mit Atemnot und anderen diversen Symptomen. Erste Anzei- chen für eine Unverträglichkeit sind geschwollene Augenlider, starkes Hecheln, später gefolgt von Atemnot oder anderen Auffälligkeiten. Sie sollten nicht lange zögern und unverzüglich einen Tierarzt oder die Tiernotrufzentrale verständigen.

 

Hundepfötchen

 

Hefeteig

 

Die Küche ist ein magischer Anziehungspunkt für unsere Vierbeiner, und welcher Hund liebt es nicht, uns hier auf die Finger zu schauen, in der Hoffnung, daß ein Happen für ihn abfällt. Doch Vorsicht bei rohem, nicht ausgebackenem Hefeteig, denn er kann im Magen unserer Hunde weitergären und aufgehen, was die Magenwand überdehnen und die Atmung beeinträchtigen kann. Im Extremfall kann der Hund ins Koma fallen und auch sterben !!!

 

Der rohe Hefeteig enthält lebende Hefepilze, die während des Gärungsprozesses Zucker und Stärke (Mehl) in Kohlendioxid und Alkohol umwandeln. In der feuchtwarmen Umgebung des Magens fühlen sich die Pilze sehr wohl und vermehren sich entsprechend schnell, so daß innerhalb kürzester Zeit erhebliche Mengen an Kohlendioxid und Alkohol entstehen. Die Kohlensäurebläschen des sich bildenden Kohlendioxids transportieren nun den Alkohol besonders schnell durch die Magenwand in den Blutkreislauf des Hundes und genauso schnell kann es zu einer Alkoholvergiftung kommen, d. h. der arme, kleine Kerl wird hier- durch viel schneller betrunken, als wenn er Alkohol ohne Kohlensäurezusatz aufschlecken würde. Die zähe Konsistenz des Hefeteiges tut ihr übriges dazu und erschwert extrem das Erbrechen. Doch das ist noch längst nicht alles, denn die aufgehende und sich schnell vermehrende Teigmasse dehnt die Magenwand und kann sie überdehnen, drückt dabei auf das Zwerchfell und erschwert so die Atmung. Der Hund hat fast keine Möglichkeit mehr, den Alkohol abbauen zu können. Wie schon zuvor unter dem Punkt "Alkoholische Speisen und Getränke" erklärt, baut der Hund den Alkohol nicht wie der Mensch über die Leber ab, sondern über die Atmung, doch die ist erschwert und ebenso das Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann der Hund durch die Alkoholvergiftung und Blockierung der Atmung ins Koma fallen und versterben.

 

Immer wieder liest man im Netz "Mein Hund hat Hefeteig gefuttert - muß ich mir Sorgen machen?" und dazu Kommentare wie "Wird schon gutgehen !!!" oder "Was soll schon passieren?", und das zeigt deutlich, daß die Thematik unterschätzt wird. Was sich so harmlos anhört, kann sich zu einem echten Drama ent- wickeln, bei dem Frauchen und Herrchen fast keine Möglichkeit haben, Ihrer Fellnase zu helfen. Man kann nur versuchen, dem Hund Wasser zu verabreichen, um so ein Erbrechen herbeizuführen, anderenfalls bleibt nur noch die Tierklinik. Zugegeben, in den meisten Fällen geht das Naschen oder Stibitzen von Hefeteig gut aus, dennoch sollten Sie es nicht darauf ankommen lassen und wachsam sein. Zeigt Ihr Hundchen nach dem Schlemmern des leckeren Teiges einen auf- geblähten Bauch und/oder Anzeichen einer Alkoholvergiftung, wie z. B. der Versuch zu erbrechen, Desorientierung oder kann er sich nicht mehr auf den Beinen halten (Wanken, Torkeln), ist das keineswegs lustig, wenn es auch so aussehen mag, sondern ein Notfall. Sie sollten keinen Moment zögern und umgehend die nächste Tierklinik aufsuchen, damit Ihr Schützling professionell überwacht werden kann.

 

Hundepfötchen

 

Holunder

 

Für viele Tiere ist der schwarze Holunder giftig, so auch für Hunde. Verantwortlich ist hierfür das Blausäure-Glykosid Sambunigrin, welches sich in den Blättern und unreifen Früchten, aber auch noch zum Teil in ausgereiften Früchten und besonders in deren Samen befindet. Da Holunder in vielen Gärten anzutreffen ist, sollten Sie gut auf Ihren Schatz aufpassen. Bei Aufnahme größerer Mengen roher Früchte können Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden auftreten. Da das Gift jedoch beim Erhitzen zerfällt und damit seine toxische Wirkung verliert, kann man davon ausgehen, daß gekochte Holun­der­bee­ren von Hunden vertragen werden. Vorsichtig sollten Sie aber dennoch sein, denn ganz eindeutige Aussagen gibt es hierzu leider nicht.

 

Hundepfötchen

 

Hülsenfrüchte

 

Erbsen, alle Sorten unserer einheimischen Gartenbohnen, Soja und andere Hülsenfrüchte sind roh für Mensch und Hund gleichermaßen giftig, denn sie enthal- ten den Giftstoff Phasin, allerdings in sehr unterschiedlich hoher Konzentration. So enthalten Erbsen einen wesentlich geringeren Anteil an Phasin als Bohnen, die einen sehr hohen Anteil haben, während Long Beans gar kein Phasin enthalten. Schon 5 - 6 rohe Bohnen sollen ein Kind oder einen empfindlichen Erwach- senen töten können, und eine häufige Einnahme von Phasin kann langfristig zu schweren Darmerkrankungen führen. Erst die richtige Zubereitung macht Hülsenfrüchte genießbar, denn bei 90°C und 15 Minuten Garzeit ist der Giftstoff abgebaut. Doch übrig bleiben noch Fermenthemmer, die auch im gegarten Zustand Hülsenfrüchte nur sehr schwer verdaulich machen. Deshalb sollten Sie den gegarten Hülsenfrüchten immer etwas Öl beimengen und pürieren, denn dadurch werden sie für Ihre Fellnase wesentlich verdaulicher, und die Gasbildung der Darmbakterien wird reduziert. Doch auch gegart sollten Sie Ihrem Hund Hülsenfrüchte nicht in Unmengen zumuten, da sie vermehrt zu Blähungen führen und die Gefahr einer Magendrehung begünstigen.

 

Hundepfötchen

 

Kartoffeln

 

Der Verzehr von rohen Kartoffeln kann bei Hunden und vielen anderen Tieren, aber auch bei uns Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen (Schleimhaut- reizung, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe sowie Störung der Gehirnfunktion), und somit gehören sie roh nicht in den Futternapf unserer Hunde. Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen und enthält das giftige Alkaloid Solanin, welches sich vorwiegend in der Schale, in den Keimen und in grünen Stellen anreichert und später auch im Kochwasser enthalten ist, weshalb dieses grundsätzlich nicht verwendet werden darf. Entfernen Sie deshalb vor dem Kochen immer alle Keime, schälen Sie die Kartoffeln so großzügig, daß keine grünen Stellen zurückbleiben, und gießen Sie nach dem Kochen das Kochwasser ab. Die so gegar- ten Kartoffeln sind eine zusätzliche Eiweiß- und Energiequelle und können nun bedenkenlos, aber in Maßen an Ihr Hundi verfüttert werden. Beachten sollten Sie zusätzlich, daß auch die Schalen von gekochten Pellkartoffeln auf keinen Fall verfüttert werden dürfen.

 

Und last but not least hier noch ein Tipp:  Machen Sie beim Gassi gehen einen großen Bogen um Kartoffelfelder, denn diese sind kein Spielplatz für Hunde, auch wenn Ihre kleine Fellnase noch so gerne buddelt. Nicht nur die geerntete Kartoffel, sondern auch das Kartoffelkraut, die Kartoffelbeeren und die in der Erde liegenden grünen Kartoffeln sind giftig.

 

Hundepfötchen

 

Knoblauch

 

Ist Knoblauch für Hunde tatsächlich giftig? Eine Frage, die tagein, tagaus Frauchen oder auch Herrchen beschäftigt und über die viel diskutiert wird. Doch was bleibt, ist die Unsicherheit, und die ist nach wie vor groß.

 

Deshalb vorweg hier unsere Antwort:  Knoblauch ist nur in hoher Konzentration giftig, denn allein die Menge macht das Gift !!!  Doch das gilt nur für gesunde                                                                         und nicht sensible Hunde !!!

 

Sie sollten daher sehr sparsam mit Knoblauch umgehen und ihn nicht auf nüchternem Magen und auch nicht regelmäßig verabreichen, denn in ihm stecken Giftstoffe, die Mensch und Tier schädigen können, allerdings mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, daß unsere Hunde wesentlich empfindlicher hierauf reagieren als wir Menschen. Die im Knoblauch enthaltenen giftigen Substanzen können das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen zerstören und so eine Blutarmut (Anämie) auslösen. Bei einem gesunden Hund gilt die Verabreichung von mehr als 5 g (Extrakt 1,25 ml) Knoblauch pro kg Körpergewicht als toxisch, wobei die Darreichungsform (frisch, getrocknet, gekocht, etc.) die schädliche Wirkung nicht beeinflußt - sie ist nahezu unverändert gleich. Allerdings reagieren unsere Hundchen ganz unterschiedlich auf Knoblauch und das oftmals auch nicht gleich, sondern erst Tage später. So gibt es sensible Hunde, die Knoblauch nicht vertragen, und ganz besonders sensible Hunderassen, wie z. B. Shiba Inu oder der Akita, denen Knoblauch nicht verabreicht werden sollte, da sie von Hause aus eine angeborene Abnormalität der roten Blutkörperchen aufweisen. Anzeichen für eine Unverträglichkeit oder gar Vergiftung können Erbrechen, Durchfall, erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Schwäche und blasse oder gelbliche Schleimhäute als Hinweis auf eine Blutarmut sein, die umgehend von einem Tierarzt behandelt werden müssen.

 

Ist Ihr Racker jedoch fit wie ein Turnschuh und gehört zu keiner Risikorasse, ist Knoblauch durchaus eine wertvolle Nahrungsergänzung, denn er beeinflußt positiv die allgemeine Vitalität und lindert Altersbeschwerden. Vorzugsweise sollten Sie jedoch eine der milderen Sorten verwenden, und wenn diese dann auch noch aus eigenem Anbau kommen und Sie alle anderen Dinge beherzigen, tun Sie Ihrem Hund etwas Gutes.

 

Hundepfötchen

 

Koffein / Teein

 

Kaffee, Tee und Cola sind für Hunde hochgradig giftig. Doch was macht unsere Lieblingsgetränke für des Menschen besten Freund so gefährlich und was können Sie tun, wenn Ihre kleine Fellnase das Mausen mal wieder nicht lassen konnte und sich heimlich an Ihrer vollen Kaffeetasse bedient oder auch nur die Reste ausgeschleckt hat?

 

Verantwortlich ist hierfür das Koffein, im Tee auch Teein genannt, das den Blutdruck erhöht, den Puls beschleunigt und die Blutgefäße verengt und das ebenso wie das Theobromin in der Schokolade zur Gruppe der Methylxanthine gehört. Über den Magen-Darm-Trakt gelangen die Metylxantine in die Leber und werden dort verstoffwechselt. Ein chemischer Prozess wandelt das so in die Leber gelangte Koffein in Theobromin und Theophyllin um, zwei Stoffe, die Herz und Bronchien beeinflussen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, daß nur schwarzer Tee Koffein enthält und damit für unsere Hunde giftig ist, doch dem ist nicht so. Auch grüner und weißer Tee enthalten Koffein, denn alle drei Teesorten werden aus ein und derselben Teepflanze, der Camellia sinensis, gewonnen. Zu den wichtigsten Stoffen der Xanthine gehören das Koffein, das Theobromin und das Theophyllin, wobei letztere beiden Stoffe nicht erst bei der Verstoffwechselung als Abbauprodukt aus Koffein entstehen, sondern in bestimmten Pflanzen von Natur aus vorkommen. Hierzu gehören vor allem Tee, Kaffee, Kakao, Guarana, Mate und Kolanüsse. In der Teepflanze kommen gleich alle drei Alkaloide in relativ großer Menge vor, denn sie dienen der Pflanze als natürliches Insektizid gegen Fressfeinde, und macht Tee deshalb für unsere Vierbeiner um so gefährlicher.

 

Eine Koffeinvergiftung kann für Hunde tötlich enden, denn es können lebensbedrohliche Herzrhythmus- und Atemstörungen bis hin zum Herz- und Atemstillstand auftreten. Vorboten hierfür sind Unruhe, Zittern, Erbrechen und Durchfall oder auch starker Harndrang, erhöhte Körpertemperatur bis hin zur Überhitzung des Körpers, beschleunigte Atmung und Herzrasen oder Krampfanfälle. Bei leichten Symptomen empfielt sich als Erste-Hilfe-Maßnahme, ein Erbrechen auszulösen, indem man eine 3%ige Lösung Wasserstoffperoxid, erhältlich in Apotheken, verabreicht. Zusätzlich helfen in Wasser gelöste Kohle-Compretten, denn die medizinische Kohle bindet die Giftstoffe an sich und transportiert sie auf natürlichem Wege aus dem Körper. Die Kunst dürfte jedoch darin bestehen, all dies auch in den Hund hineinzubekommen. Gelingt das nicht, sollte unverzüglich eine Tierklinik aufgesucht werden, ebenso auch bei schwerer Symptomatik, damit schnellstmöglich kreislaufstabilisierende Maßnahmen eingeleitet werden können.

 

Hundepfötchen

 

Schokolade / Kakao

 

Hunde brauchen Leckerlis, besonders als Belohnung, doch Finger weg von Schokolade !!!  Was für den Menschen ein Genußmittel, ist für den Hund schon in geringen Mengen giftig und kann sogar tödlich wirken. Schuld daran ist das Koffein und das Theobromin der Kakaobohne, die beide zu der Gruppe der Methyl- xanthine gehören. Hiervon stecken im Kakaopulver allein ca. 26 mg Theobromin pro Gramm und in der Bitterschokolade ca. 16 mg Theobromin pro Gramm. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher ist sie auch, was nicht bedeuten soll, daß weiße Schokolade ruhig schon mal von Ihrem Racker bedenkenlos vernascht werden kann. Würde Ihr Hund 1 Tafel Bitterschokolade vertilgen, so würde er rund 1,6 g Theobromin aufnehmen, was bei Hunden unter 5,5 kg Körper- gewicht bereits eine tödliche Dosis bedeuten könnte. Schon wesentlich geringere Mengen können zu Vergiftungserscheinungen (Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Krämpfe und Durchfall) führen, ganz besonders dann, wenn mehrmals kleinere Mengen als kleines Leckerli gefüttert wurden, denn das Theobromin baut sich nur sehr langsam im Körper ab. Treten zusätzlich noch Dehydrierung, große Unruhe, Muskelzittern, Herzrhythmusstörungen oder gar Anfälle auf, sollten Sie schnell handeln und sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um das Leben Ihrer kleinen Fellnase zu retten.

 

Wie schon zuvor erwähnt, enthält weiße Schokolade wesentlich weniger Theobromin, dennoch sollten Sie der Versuchung widerstehen, Ihrem Liebling etwas Gutes tun zu wollen, und auf Schokolade in jeglichen Farbnuancen verzichten, auch wenn Ihr Hund Sie mit noch so treuen Augen anschaut. Besonders wach- sam sollten Sie deshalb auch an Festtagen sein und alles immer gut verstecken, denn unsere Vierbeiner sind uns Menschen zumindest in einem gleich - alles Verbotene hat einen besonderen Reiz !

 

Hundepfötchen

 

Weintrauben / Rosinen

 

Weintrauben, auch in getrockneter Form als Rosinen, können für Hunde extrem giftig sein. Allerdings reagiert jeder Hund anders. Was für den einen eine willkommene Nascherei für zwischendurch ist, löst bei dem anderen heftige Reaktionen aus. Noch ist nicht bekannt, welche Stoffe hierfür verantwortlich sind, doch die kleinen, leckeren Früchtchen haben es in sich. Innerhalb weniger Tage können sie bei Ihrer Fellnase zu Nierenversagen und sogar zum Tod führen. Anzeichen für eine Unverträglichkeit sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Lethargie und Dehydrierung.

 

Aus eigener Erfahrung möchten wir an dieser Stelle erwähnen, daß wir aus Unwissenheit jahrelang die leckeren Früchtchen mit unserem kleinen Pekinesen Jerome teilten. Er liebte die Trauben geradezu und leckerte diese oftmals sogar täglich. Obwohl unser Haustierarzt hiervon Kenntnis hatte, wies er uns nicht auf die Gefahren hin. Glücklicherweise ging alles gut - unser Jeromi wurde 15 Jahre alt und mußte von seinen altersbedingten Leiden erlöst werden. Bei unserer jetzigen kleinen Fellnase Moky würden wir es jedoch nicht auf ein Experiment ankommen lassen.

 

Deshalb unsere Empfehlung an Sie:  Gehen Sie auf Nummer sicher !!!

 

Hundepfötchen

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