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Wenn der Wurm drin ist - natürliche Mittel gegen Hundewürmer

in Gesundheit 30.03.2016 22:40
von BoardButler • Admin | 43 Beiträge

 



Wie oft und vor allem wie sollte man den Hund entwurmen?



In der Regel entwurmen Frauchen oder Herrchen ihre Fellnasen kontinuierlich nach Vorgaben des Tierarztes bzw. der Pharmaindustrie etwa alle 3 Monate mit der chemischen Keule. Beide, sowohl Tierarzt als auch Pharmazie, haben Interesse daran, diese Methode als die einzig richtige Methode anzupreisen und Frauchen oder Herrchen vertrauen hierauf. Doch viele Hundebesitzer sind sich überhaupt nicht darüber im Klaren, daß dies kein zuverlässiger Schutz vor Wurmbefall ist, da die Wurmkuren keine vorbeugende Wirkung haben. Sie befreien den Hund lediglich von bereits vorhandenen Würmern, so daß sich u. U. schon unmittelbar nach einer Wurmkur neue Parasiten im Hundekörper (Wirt) breitmachen und sich bis zur nächsten Entwurmung richtig austoben können. Das wiederum stellt nicht nur eine Gefahr für den Hund, sondern auch für alle anderen Familienmitglieder dar, besonders für Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem und wenn zudem noch viel mit dem Hund geschmust wird. Nur eine Kotprobe kann Aufschluß darüber geben, ob eine Entwurmung überhaupt nötig ist. Ist diese positiv, besteht dringend Handlungsbedarf, und auch nur dann muß ein Hund entwurmt werden. In zahlreichen Kotuntersuchungen hat sich herausgestellt, daß eine kontinuierliche Entwurmung im Abstand von 3 Monaten nicht nötig ist, da die meisten Hunde innerhalb dieser Zeitspanne nicht von Würmern heimgesucht wurden.

Diese vom Tierarzt oder den Apotheken angebotenen chemischen Wurmkuren werden von den meisten Hunden gut vertragen. Hat man aber ein Sensibelchen, kann das ganz anders aussehen, denn dann kann es zu Unruhe, Erbrechen, Durchfall, Kratzen oder anderen Auffälligkeiten kommen. Deshalb gilt nach einer Entwurmung mit der chemischen Keule: Augen auf beim Hundeverhalten !!!  Es muß wohl an dieser Stelle nicht erwähnt werden, daß die chemischen Wurmkuren den Organismus eines jeden Hundes belasten, weshalb immer mehr Hundebesitzer nach Alternativen suchen.

Die Firma CanisAlpha® hat in ihrem Info-Blog "Wahrheit, Klarheit, Ehrlichkeit" diese Thematik aufgegriffen und einen sehr interessanten Artikel hierzu veröffentlicht:  https://blog.hundeheilpraxis.info/das-ma...ft-die-wurmkur/ und auch der Verein Gesundheit und Impffreiheit e.V. trifft auf seiner Website eindeutige Aussagen zu dem von Tierärzten gern empfohlenen Präparat "Milbemax":  https://www.gesundheit-und-impffreiheit.de/entwurmungen/. Doch bilden Sie sich selbst ein Urteil.



Natürliche Mittel zur Wurmbekämpfung



Hier stellen wir Ihnen nachfolgend 3 natürliche Mittel zur Wurmbekämpfung vor. Doch zuvor schauen wir uns die Vorteile der natürlichen Mittel an, die da wären:

* Alle Mittel wirken sowohl präventiv (vorbeugend), als auch kurativ (vorhandener Wurmbefall)


* Keine Nebenwirkungen bei richtiger Verabreichung bzw. ausschließlich positive Nebenwirkungen


* Der Organismus des Hundes wird nicht belastet


* Die Darmflora bleibt im Gleichgewicht


Bei allen natürlichen, auf Pflanzenbasis beruhenden Mitteln sollte man den Bio-Produkten und den nativen (kaltgepreßten) Ölen gegenüber den herkömm-lichen Produkten den Vorzug geben.


Gemahlene Kürbiskerne - ein Hausmittel, fast so alt wie die Welt

Die Kraft der Kürbiskerne - kleine Kerne mit großer Wirkung - und ihre medizinische Anwendung wurde bereits im 9. Jahrhundert erwähnt, und auch Hildegard von Bingen hat im 11. Jahrhundert als Naturheilkundlerin diese Kräfte zu nutzen und zu schätzen gewußt und u. a. bei Bandwurmbefall eingesetzt. Die Kerne enthalten die Aminosäure Cucurbitin, die gegen Eingeweidewürmer wirkt. Der Kürbis enthält reichlich fette Öle und die Vitamine C, E, B1, B2, B6 sowie Folsäure und das Spurenelement Selen, dem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Kürbiskerne finden zudem Anwendung bei verschiedenen Blasenleiden, wirken harntreibend und können Mensch und Hund bei Prostataproblemen helfen, stärken das Immunsystem und wehren freie Radikale ab.


Geriebene Möhren

Vorzugsweise sollten Bio-Möhren verwendet und frisch gerieben (nicht püriert) direkt dem Futter beigemengt werden.


Kokosöl und Kokosflocken

Beide Produkte wirken gleichermaßen gut gegen Würmer und werden häufig und gern eingesetzt. Sowohl Kokosraspeln als auch das Öl werden einfach dem Futter beigemengt. Außerlich angewandt schützt Kokosöl zudem Frauchen und Herrchen samt ihrer Vierbeiner vor Zecken, Milben und Flöhe. Nehmen Sie hierzu einfach etwas Kokosöl (Kokosfett) in Ihre Handflächen, lassen Sie es schmelzen und verteilen Sie es dann ganz sparsam im Fell Ihres Hundes. Das Öl kann, muß aber nicht auf die Haut gelangen, denn es ist völlig ausreichend, es nur auf die Haarspitzen aufzutragen. Neigt Ihr Racker allerdings zu trockener, schuppiger Haut, kann Kokosöl auf die Haut aufgetragen eine Wohltat für ihn sein. Sehr zu empfehlen auch zur Pfötchenpflege bei rissigen Ballen.

Kokosöl, sowohl äußerlich als auch innerlich verabreicht, hat auf den Organismus von Mensch und Hund so starke positive Wirkungen, daß es als "functional food" eingestuft werden soll, da es die reine Versorgung mit Grundnährstoffen weit übertrifft. Es liefert nicht nur schnell verfügbare Energie, sondern auch den Ausgangsstoff für Monoglyceride und antimikrobielle Fettsäuren. Die enthaltene Laurinsäure wandelt sich im Körper von Mensch und Hund in Monolaurin (Monoglycerid) um, das u. a. in der Lage ist, Virushüllen zu zersetzen und Viren somit abzutöten. Der für Hundewelpen unmittelbar nach der Geburt lebensbedrohliche Virus Herpes-Simplex 1 läßt sich so auf natürliche Weise allein durch die Verabreichung von Kokosöl erfolgreich und nachweislich bekämpfen. Doch auch auf schädliche Bakterien im Magen-Darm-Trakt hat Monolaurin einen positiven Einfluß, ohne dabei nützliche Darmbakterien anzugreifen. Aber nicht nur gesundheitsschädliche Bakterien und Viren lassen sich durch die Verabreichung von Kokosöl erfolgreich bekämpfen, sondern auch Pilzbefall, äußerliche Parasiten (Flöhe, Zecken, Milben) und innerliche Parasiten (Giardien = Dünndarm-Parasiten, Bandwürmer, etc.) lt. einer Studie aus dem Jahre 1985 (Chowhan 1985). Einen besonders hohen Stellenwert nimmt Kokosöl deshalb auch in der prophylaktischen Wurmbehandlung ein.

Quellen: Chowhan, G.S. et al. „Treatment of tapeworm infestation by coconut (Conus nucifera) Chowhan, G.S. et al. „Treatment of tapeworm infestation by coconut (Conus nucifera) preparations.” The Journal of the Association of Physicians of India 33/1985

Enig, M.G. „Coconut: In Support of Good Health in the 21st Century“ (Vortrag 1999)



Allgemeine Empfehlung:  Kokosöl regelmäßig über einen längeren Zeitraum ins Futter geben, danach nur noch ab und an wiederholen. Die Menge richtet sich nach der Größe des Hundes (1/2 TL - 1 EL). Ein gesundes Bauchgefühl und gute Beobachtung Ihrer Fellnase sind zusätzlich ein guter Ratgeber.

Liegt allerdings bereits ein Wurmbefall vor, sollten Kokosraspeln verabreicht werden, da sie eine wurmabtreibende Wirkung haben. Durch die kratzige Konsistenz der Kokosraspeln vergeht den Würmern schnell ein langer Darmaufenthalt und sie wandern ab.

Noch ist zwar nicht wissenschaftlich bewiesen, daß Kokosöl auch auf den Spulwurm eine abtreibende Wirkung hat, aber in zahlreichen Studien hat sich gezeigt, daß bei einem mit Spulwürmern befallenen Hund bei Verabreichung von Kokosöl (2 x täglich einen leicht geh. TL / 5 kg Körpergewicht), die Würmer lebend ausgeschieden werden. Eine solche Kur sollte man über einen Zeitraum von 14 Tagen durchführen, dann 14 Tage pausieren und dann nochmals 14 Tage kuren. Dies ist deshalb besonders wichtig, da der Spulwurm und auch manch andere Würmer mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen und sich die Larven nicht im Verdauungstrakt befinden.

 


 


zuletzt bearbeitet 22.08.2019 15:13 | nach oben springen


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